Chile Rundreise: Santiago de Chile & Valparaíso: Unsere Erfahrungen, Tipps & Sehenswürdigkeiten

Chile war ursprünglich der erste Teil unserer geplanten Südamerika-Rundreise. Eigentlich sollte unsere Reise uns von Santiago de Chile über die Atacama-Wüste, weiter nach Bolivien und schließlich bis nach Peru führen. Doch Reisen verlaufen nicht immer nach Plan und genau das haben wir auf dieser Reise selbst erlebt. Trotz einiger ungeplanter Änderungen hatten wir die Möglichkeit, Santiago de Chile intensiver kennenzulernen, als wir es ursprünglich vorgesehen hatten. Im Nachhinein sind wir dafür sogar dankbar, denn die chilenische Hauptstadt hat uns völlig überrascht. Zusammen mit dem farbenfrohen Küstenort Valparaíso konnten wir zwei Seiten Chiles entdecken, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In diesem Blog teilen wir unsere persönlichen Erfahrungen, geben euch unsere besten Tipps für Santiago de Chile und Valparaíso und erzählen euch ehrlich, was wir beim nächsten Mal genauso oder vielleicht auch anders machen würden.

Santiago de Chile: Lohnt sich die Hauptstadt Chiles?

Voller Vorfreude begann unsere Reise in Santiago de Chile, der Hauptstadt Chiles und mit über sechs Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Umgeben von den schneebedeckten Anden bietet Santiago eine Mischung aus moderner Großstadt, Kultur und Natur. Ehrlicherweise wussten wir vor der Reise kaum etwas über Santiago. Wir hatten uns bewusst nicht zu viele Gedanken gemacht und wollten einfach alles auf uns zukommen lassen. Leider begann unsere Reise etwas anders als geplant. Direkt nach unserer Ankunft landeten wir nämlich in der Notaufnahme. Fabio hatte bereits seit mehreren Tagen hohes Fieber, starke Gliederschmerzen und Augenschmerzen. Da wir zuvor in Brasilien unterwegs waren und zahlreiche Mückenstiche hatten, bestand die Sorge, dass es sich möglicherweise um Dengue-Fieber handeln könnte. Da das Fieber einfach nicht sinken wollte, entschieden wir uns direkt ins Krankenhaus zu fahren. An dieser Stelle zeigt sich, wie wichtig eine gute Auslandskrankenversicherung auf Reisen ist.

Wir haben uns für die Active Travellers Auslandskrankenversicherung entschieden. Diese richtet sich speziell an Langzeitreisende und Weltreisende. Besonders wichtig war für uns die lange Versicherungsdauer, die Möglichkeit zur Verlängerung während der Reise sowie die weltweite medizinische Absicherung. Gerade bei längeren Reisen sollte man darauf achten, dass ambulante und stationäre Behandlungen, Medikamente, Rücktransporte und Notfälle ausreichend abgedeckt sind.

Zum Glück wurden wir in Santiago sehr professionell behandelt. Nach verschiedenen Untersuchungen stellte sich heraus, dass Fabio an Influenza A erkrankt war. Natürlich keine schöne Diagnose, aber zumindest wussten wir nun, womit wir es zu tun hatten. Mit Medikamenten ausgestattet wurden wir wieder entlassen und mussten unsere Reise zunächst deutlich ruhiger angehen als geplant.

Hotel-Tipp in Santiago de Chile:

Während unseres Aufenthalts haben wir im Hub Providencia übernachtet. Besonders gut gefallen hat uns die Lage. Rund um das Hotel gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem verfügt jedes Zimmer über eine kleine Küche, was gerade auf längeren Reisen unglaublich praktisch sein kann. Das Frühstück hat uns persönlich zwar nicht komplett überzeugt, dafür waren Komfort und Lage wirklich hervorragend.

Teleférico Santiago de Chile: Die beste Aussicht über die Stadt

Da wir gesundheitlich etwas eingeschränkt waren, suchten wir nach einer Aktivität, die nicht zu anstrengend ist und bei der wir trotzdem etwas von Santiago sehen können. Unsere Wahl fiel auf den Teleférico im Parque Metropolitano. Die Talstation befindet sich in der Nähe von Pío Nono und bringt Besucher bequem auf den Cerro San Cristóbal, einen der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt. Für Hin- und Rückfahrt haben wir zusammen etwa 9 Euro bezahlt. Die Aussicht von oben ist wirklich beeindruckend. Man blickt über die gesamte Stadt bis hin zu den Anden. Oben gibt es verschiedene Spazierwege, Aussichtspunkte und Möglichkeiten, etwas zu trinken oder einfach die Aussicht zu genießen. Dort haben wir auch etwas entdeckt, das uns neugierig gemacht hat. Überall standen Schilder mit dem Namen „Mote con Huesillo“. Eine Einheimische erklärte uns schließlich, dass es sich dabei um eines der bekanntesten Getränke Chiles handelt. Es besteht aus süßen getrockneten Pfirsichen, einem Sirup und gekochtem Weizen. Klingt zunächst ungewöhnlich, schmeckt aber erstaunlich gut und ist besonders im Sommer eine beliebte Erfrischung. Wenn ihr in Chile seid, solltet ihr es unbedingt einmal probieren.

Restaurant Empfehlung in Santiago de Chile

Da wir uns nach dem Krankenhausbesuch nicht nach einem langen Restaurantabend fühlten, entschieden wir uns für eine Pizza im Hotelzimmer. Und ehrlich gesagt war das eine der besten Entscheidungen des Tages. Die Pizzeria 400 Pizzeria in Providencia hat uns komplett überrascht. Die Pizza erinnerte uns eher an Italien als an Südamerika und war genau das Richtige nach einem anstrengenden Tag.

Valparaíso Sehenswürdigkeiten & Tipps für euren Besuch

Von Santiago aus ging es für uns weiter nach Valparaíso. Wir haben hier zwei Nächte verbracht, würden aber sagen, dass sich die Stadt auch perfekt als Tagesausflug von Santiago aus eignet. Valparaíso gehört zu den bekanntesten Städten Chiles und ist vor allem für seine bunten Häuser, Street Art und die vielen Hügel bekannt. Eigentlich muss man hier gar nicht viel planen. Das Schönste ist es, einfach durch die kleinen Gassen zu schlendern und die Stadt auf sich wirken zu lassen. Jede Ecke sieht anders aus, überall entdeckt man neue Kunstwerke und kleine Cafés. Leider konnten wir aufgrund unserer Gesundheit nicht alles machen, was wir ursprünglich geplant hatten.

Eine Tour, die wir im Nachhinein sehr spannend finden, verbindet Valparaíso mit Viña del Mar und dem Casablanca Valley. Wer mehr von der Region sehen möchte, kann diese Tour hervorragend als Tagesausflug ab Santiago machen. Über unseren Rabattcode LAURAUNDFABIO5 spart ihr dort zusätzlich 5 % auf eure Buchung über GetYourGuide

Restaurants in Valparaíso: Unsere Empfehlungen

Wenn ihr einen typischen Snack probieren möchtet, dann empfehlen wir euch die Empanadas bei Le Pato Empanaderia. Wir haben dort traditionelle chilenische Empanadas mit Käse, Zwiebeln und Longaniza probiert. Longaniza ist eine würzige chilenische Schweinswurst und typisch für die Region. Zum Abendessen waren wir im Restaurant La Conquistada und können es uneingeschränkt empfehlen. Besonders begeistert hat uns das Pastel de Choclo, ein traditioneller chilenischer Maisauflauf mit Fleisch, Huhn und Ei. Ebenso lecker war das Pollo Arvejado, zartes Hähnchen in einer Gemüse-Zwiebel-Schnittlauch-Sauce. Beides würden wir sofort wieder bestellen.

Hotel-Tipp in Valparaíso:

Falls ihr in der Stadt übernachten möchtet, können wir euch das Fauna Hotel empfehlen. Modern, stilvoll eingerichtet und perfekt gelegen, um Valparaíso zu Fuß zu erkunden.

Eine ungeplante Woche in Santiago de Chile

Nachdem wir uns schweren Herzens dazu entschieden hatten, die Atacama-Wüste und Bolivien vorerst auszulassen, mussten wir unsere ursprünglichen Reisepläne ändern. Gesundheit geht vor und deshalb haben wir beschlossen, lieber eine Woche länger in Santiago de Chile zu bleiben, um uns zu erholen. Im Nachhinein war das die richtige Entscheidung. So hatten wir die Möglichkeit, die chilenische Hauptstadt viel intensiver kennenzulernen.

Unterkunft in Santiago de Chile:

Für diese zusätzliche Woche haben wir uns das Apartment HOM I Centro de Providencia Metro Santa Isabel 2PAX booking.com gebucht. Die Lage in Providencia hat uns wirklich überzeugt. Viele Restaurants und Cafés waren fußläufig erreichbar und auch die Metro lag direkt vor der Tür. Gerade für einen längeren Aufenthalt können wir die Unterkunft absolut empfehlen.

Sehenswürdigkeiten in Santiago de Chile

Santiago de Chile hat uns wirklich überrascht. Die Stadt verbindet moderne Hochhäuser mit historischen Vierteln und ist von den Anden umgeben. Obwohl wir ursprünglich gar nicht geplant hatten, so viel Zeit hier zu verbringen, konnten wir dadurch einige der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken.

Unsere Highlights waren:

  • Sky Costanera
  • Cerro Santa Lucía
  • Cerro San Cristóbal
  • Teleférico de Santiago
  • Barrio Italia
  • Barrio Bellavista
Sky Costanera
Cerro San Cristóbal
Cerro Santa Lucía
Teleférico de Santiago

Zum Cerro San Cristóbal gelangt ihr auf verschiedene Arten. Wir haben zunächst den Funicular an der Station Pío Nono genommen und anschließend den Teleférico genutzt. Für Hin- und Rückfahrt haben wir zusammen etwa 10.000 chilenische Pesos für zwei Personen bezahlt (rund 9–10 €).

Der Cerro San Cristóbal gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und bietet eine fantastische Aussicht auf Santiago. Oben befindet sich außerdem die große Marienstatue und mehrere Aussichtspunkte.

Unser Tipp: Nehmt euch lieber eigene Snacks mit. Die Empanadas oben haben uns leider nicht überzeugt.

Barrio Italia

Restaurants, Cafés und entspannte Atmosphäre. Barrio Italia zählt zu den schönsten Vierteln der Stadt. Hier findet ihr kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und viele Restaurants. Besonders abends herrscht hier eine entspannte Atmosphäre.

Barrio Bellavista

Das kreative Viertel von Santiago Bellavista ist bekannt für Street Art, Bars und das Nachtleben. Hier erlebt man eine ganz andere Seite von Santiago und spürt das lebendige Leben der Stadt.

Die schönsten Ausflüge ab Santiago de Chile: Cajón del Maipo & Embalse El Yeso

Rund um Santiago de Chile gibt es unzählige Möglichkeiten für Tagesausflüge. Von Weinregionen über Küstenstädte bis hin zu den beeindruckenden Anden ist für jeden etwas dabei. Einer der beliebtesten Ausflüge ist das Cajón del Maipo mit dem türkisblauen Embalse del Yeso und genau diesen Ausflug haben wir gemacht. Wir haben uns für eine Tour von Turiscoop entschieden, die wir direkt über Instagram gebucht haben.

Der Preis lag bei 45.000 chilenischen Pesos pro Person (ca. 43 €).

Was diese Tour für uns besonders gemacht hat, war nicht nur die wunderschöne Landschaft rund um den Embalse El Yeso. Die Anbieter arbeiten mit lokalen Familien und kleinen Betrieben zusammen, sodass die Einnahmen direkt die Region unterstützen. Unterwegs konnten wir regionale Produkte probieren, unter anderem Ziegenkäse von lokalen Produzenten. Zum Abschluss gab es eine kleine chilenische Fiesta mit traditioneller Musik, typischen Tänzen und einem Glas chilenischen Wein, ein wirklich besonderer Abschluss.

Trotz der geänderten Reisepläne sind wir heute froh, mehr Zeit in Santiago de Chile verbracht zu haben. Manchmal entstehen die schönsten Erinnerungen genau dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Wir sind Laura & Fabio.
Wir haben unser Leben verändert, um die Welt zu sehen.
Jetzt sind wir unterwegs und nehmen euch mit.

Unser Motto: Einfach machen.

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