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Mauritius Fernreise zum Preis von Europa
Mauritius war für uns lange so ein Reiseziel, das man automatisch in die Kategorie „zu teuer“ einordnet. Eine tropische Insel, türkisblaues Wasser, Palmenstrände und das klingt erstmal nach Luxusurlaub.
Was uns am meisten überrascht hat, als wir unsere Reise geplant haben und wir vor der Entscheidung standen, ob Spanien oder Mauritius, denn der Preis war identisch. In diesem Moment wurde uns bewusst, dass eine Fernreise nicht automatisch teurer sein muss als ein Urlaub in Europa. Und genau deshalb haben wir uns für Mauritius entschieden. Wir haben unsere Reise bewusst als Low-Budget-Trip geplant und genau das hat auch super funktioniert.
Pauschal haben wir über Check24 gebucht und für zwei Personen insgesamt etwa 4082 € bezahlt. Darin enthalten waren bereits der Flug, der Zug zum Flughafen, ein Hotel direkt am Strand sowie Halbpension. Zusätzliche Kosten vor Ort waren überraschend überschaubar. Einen Mietwagen bekommt man für etwa 30 € pro Tag, was wir definitiv empfehlen können, um die Insel flexibel zu erkunden. Beim Essen ist es ähnlich: Man kann sehr günstig unterwegs essen, zum Beispiel Streetfood für etwa 3,50 €, oder sich auch mal etwas gönnen, je nachdem, worauf man Lust hat. Genau diese Mischung hat Mauritius für uns so spannend gemacht, man kann selbst entscheiden, wie viel man ausgibt.
Beste Reisezeit:
Wir waren im September auf Mauritius und würden genau diesen Zeitraum jederzeit wieder wählen. Die Hauptsaison beginnt etwa im November. Ab dann steigen die Preise deutlich an, die Hotels sind voller und auch die Strände werden belebter. Im September dagegen hatten wir das Gefühl, Mauritius noch in einer ruhigeren Phase zu erleben. Das Wetter war trotzdem perfekt, die Temperaturen angenehm warm und gleichzeitig waren viele Orte deutlich leerer. Gerade auch an den Stränden hat man das extrem gemerkt, denn teilweise hatten wir ganze Abschnitte fast für uns alleine.
Unsere Unterkunft – Warum wir den Westen empfehlen:
Wenn ihr nach Mauritius reist, würden wir euch ganz klar den Westen der Insel empfehlen. Dort ist das Wetter deutlich stabiler als im Osten. Es gibt weniger Regen, weniger starke Strömungen und insgesamt wirkt alles entspannter. Wir haben im Mystik Lifestyle Boutique Hotel übernachtet und waren wirklich positiv überrascht. Das Hotel ist eher klein und dadurch sehr gemütlich und persönlich. Es liegt direkt am Strand, hat einen schönen Pool und man hat sofort dieses entspannte Urlaubsgefühl. Was uns besonders begeistert hat, war das Essen. Wir hatten Halbpension, aber nicht als klassisches Buffet, sondern à la carte. Und das war wirklich ein riesiger Unterschied. Jeden Abend gab es neue Gerichte, teilweise sehr ausgefallen und kreativ. Trotzdem war immer etwas dabei, das man mochte. Gerade nach einem langen Tag unterwegs war es einfach perfekt, dort zu essen, ohne nochmal losfahren zu müssen.
Die für uns schönsten Strände:
Das Hotel liegt am Mont Choisy Beach, einem der längsten Strände der Insel. Perfekt für Spaziergänge und Sonnenuntergänge, aber für uns persönlich nicht der schönste Strand. Unser absoluter Favorit war der Trou aux Biches Beach. Dort war das Wasser noch klarer, der Sand feiner und vor allem war es deutlich ruhiger. Gerade in der Nebensaison hatten wir den Strand teilweise fast komplett für uns alleine. Auch der Le Morne Beach ist ein unglaublich schöner Spot vor allem für Sonnenuntergänge.
Sonnenuntergänge – eines der größten Highlights:
Bevor wir nach Mauritius gereist sind, haben wir bewusst geschaut, wo man die schönsten Sonnenuntergänge auf der Insel sehen kann und die Befinden sich ganz klar im Westen. Da wir Sonnenuntergänge lieben, hat für uns einfach alles perfekt gepasst, weil wir uns ohnehin schon für den Westen entschieden hatten. Wir hatten dort jeden Abend so schöne Sonnenuntergänge. Dieses warme Licht, das ruhige Meer und diese besondere Stimmung, es war jedes Mal wieder ein Moment, den wir einfach genießen wollten. Vor allem am Le Morne Beach und am Trou aux Biches Beach haben wir die schönsten Sonnenuntergänge erlebt.
Ausflüge auf Mauritius:
Mauritius ist definitiv mehr als nur Strand und genau das wollten wir auch erleben. Für unsere Ausflüge haben wir uns direkt über das Hotel einen Mietwagen gebucht, was wirklich super unkompliziert war. Wir haben etwa 30 € pro Tag bezahlt und waren dadurch komplett flexibel unterwegs. Beachtet hierbei, dass auf Mauritius Linksverkehr herrscht, daran muss man sich am Anfang kurz gewöhnen, aber es ist wirklich machbar. Alternativ kann man sich auch für den Tag ein Taxi buchen, die Fahrer bringen einen dann zu verschiedenen Spots, warten vor Ort und fahren weiter mit einem. Die Preise sind meist verhandelbar, aber für uns war das keine Option, weil wir es lieben, alles selbst zu erkunden und spontan zu entscheiden, wo wir länger bleiben möchten.
An einem Tag sind wir früh morgens losgefahren Richtung Black River Gorges National Park. Wir sind bewusst ohne Frühstück gestartet, weil wir den Tag direkt nutzen wollten. Unser erster Stopp waren die Aussichtspunkte im Nationalpark, die kostenlos zugänglich sind. Die Natur dort ist wirklich beeindruckend, mit Blick über die Berge und den dichten Regenwald. Es gibt auch verschiedene Wanderwege, die bestimmt sehr schön sind, aber dafür waren wir ehrlich gesagt nicht vorbereitet. Trotzdem hat sich der Stopp allein für die Aussicht absolut gelohnt.
Für uns ging es danach erstmal was frühstücken, dafür können wir euch das Lakaz Chamarel Exclusive Lodge empfehlen. Dort kann man auch als Nicht-Hotelgast frühstücken, das Buffet hat etwa 20 € pro Person gekostet und die Aussicht von dort oben war einfach unglaublich. Viele machen in dieser Gegend auch die Wanderung auf den Le Morne Brabant, kleiner Tipp, vom Hotel aus sieht man den Ausblick ebenfalls, ohne die Wanderung gemacht zu haben.
Gestärkt ging es für uns weiter zum Chamarel Seven Colored Earth Geopark. Der Park ist bekannt für seine siebenfarbige Erde, die wirklich aussieht, als wäre sie gemalt. Der Eintritt liegt bei etwa 13 € pro Person und beinhaltet auch weitere Spots wie Wasserfälle und Aussichtspunkte. Für uns war das definitiv ein Ort, den man einmal gesehen haben sollte, weil er so anders ist als alles andere auf der Insel.
Da wir sowieso schon in der Gegend waren, haben wir den Tag am Le Morne Beach ausklingen lassen. Der Strand ist wirklich wunderschön und vor allem zum Sonnenuntergang einfach perfekt. Wir würden euch auf jeden Fall empfehlen, bis zum Abend zu bleiben, da es für uns einer der schönsten Momente des Tages war.
Ein weiterer Spot, den wir euch unbedingt ans Herz legen möchten, ist der Minissy Waterfall. Kaum jemand kennt diesen Wasserfall und genau das macht ihn so besonders. Wir waren dort komplett alleine, was das Erlebnis nochmal intensiver gemacht hat. Das Beste daran ist, dass man nicht lange wandern muss. Man parkt das Auto und ist in etwa 15 Minuten am Wasserfall. Für uns war das einer dieser Orte, die man nicht geplant hat, die aber am Ende zu den schönsten Erinnerungen der Reise gehören.
Bootsausflug – unsere ehrliche Erfahrung:
Ein Ausflug, den wir während unserer Zeit auf Mauritius gemacht haben, war eine Bootstour entlang der Küste. Diese Touren werden fast überall angeboten und beinhalten meistens mehrere Stopps, wie Delfine beobachten bzw. mit ihnen schwimmen, schnorcheln und einen Besuch auf der Insel Île aux Bénitiers, wo oft auch ein Barbecue stattfindet. Preislich liegt so eine Tour in der Regel bei etwa 40–70 € pro Person, je nach Anbieter und Umfang.
Wir waren anfangs total gespannt auf diesen Ausflug, vor allem wegen der Kombination aus Bootstour, Inselbesuch und Schnorcheln. Und ein Teil davon war auch wirklich schön, vor allem die Insel selbst. Île aux Bénitiers ist ein wunderschöner Ort, mit hellem Sand, klarem Wasser und dieser typischen Mauritius-Atmosphäre. Das Barbecue dort war ebenfalls gut und es war ein entspannter Moment mitten in der Natur.
Allerdings müssen wir ehrlich sagen, dass wir diesen Ausflug so nicht nochmal buchen würden. Der Teil mit den Delfinen und auch das Schnorcheln hat sich für uns nicht richtig angefühlt. Es waren sehr viele Boote gleichzeitig unterwegs, teilweise zehn oder mehr an einem Spot. Sobald Delfine gesichtet wurden, sind alle gleichzeitig ins Wasser gesprungen und hinter ihnen hergeschwommen. Für uns war das keine angenehme Situation. Man hat gemerkt, dass es weniger um die Tiere selbst geht, sondern eher darum, möglichst schnell ein Erlebnis für die Touristen zu schaffen.
Auch das Schnorcheln hat uns in diesem Zusammenhang nicht wirklich gefallen, weil alles sehr hektisch war und wenig Ruhe hatte. Deshalb würden wir euch diesen Ausflug nicht unbedingt empfehlen, zumindest nicht in dieser Form.
Wenn ihr Tiere sehen möchtet, würden wir eher dazu raten, darauf zu achten, dass es respektvoll und ruhig abläuft. Für uns war das eine Erfahrung, die zwar dazugehört hat, die wir aber im Nachhinein anders entscheiden würden.
Unser Fazit – Mauritius ist anders als gedacht:
Mauritius hat uns wirklich überrascht. Nicht nur wegen der Landschaft und der Strände, sondern vor allem wegen des Preises. Wir hätten nie gedacht, dass eine Fernreise so gut mit einem Europa-Urlaub mithalten kann. Die Mischung aus Natur, Stränden, gutem Essen und dieser entspannten Atmosphäre macht die Insel zu einem perfekten Reiseziel. Wenn ihr die Wahl habt zwischen Europa und Mauritius, dann schaut euch die Preise ganz genau an. Vielleicht steht ihr am Ende vor derselben Entscheidung wie wir.

















