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Kolumbien Rundreise: Route, Sehenswürdigkeiten & unsere ehrlichen Erfahrungen
Kolumbien ist ein Land, bei dem wir vor unserer Reise ehrlich gesagt ein ganz anderes Bild im Kopf hatten. Noch immer verbinden viele Menschen Kolumbien zuerst mit Kriminalität, Drogen und Unsicherheit. Doch wie so oft auf Reisen merkt man schnell, dass ein Land sehr viel mehr ist als das Bild, das man von außen vermittelt bekommt.
Und genau deshalb hat uns Kolumbien so positiv überrascht. Wir haben bisher kaum ein Land erlebt, in dem uns die Menschen so herzlich, offen und hilfsbereit begegnet sind. Egal ob in Bogotá, in kleinen Dörfern, bei unseren Unterkünften oder unterwegs, sind wir immer mit Menschen ins Gespräch gekommen und haben diese besondere Gastfreundschaft erlebt.
Natürlich bedeutet das nicht, dass man in Kolumbien komplett unvorsichtig unterwegs sein sollte. Wie in vielen Ländern Lateinamerikas gibt es Gegenden, in denen man besonders aufmerksam sein sollte. Wir haben aber schnell gemerkt, dass es einen großen Unterschied zwischen dem allgemeinen Bild von Kolumbien und unseren persönlichen Erfahrungen vor Ort gibt.
In diesem Blog nehmen wir euch mit auf unsere Kolumbien Rundreise und zeigen euch nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, sondern erzählen euch auch ganz ehrlich, was sich unserer Meinung nach wirklich lohnt und was wir im Nachhinein sogar auslassen würden.
Denn nicht jeder Ort, der auf Instagram wunderschön aussieht, muss automatisch unser persönliches Highlight sein.
Bogotá: Die Hauptstadt Kolumbiens, die wir unterschätzt haben
Unsere Kolumbien-Reise begann in Bogotá und wir müssen ehrlich sagen: Diese Stadt haben wir komplett unterschätzt. Bogotá ist riesig, lebendig, kulturell unglaublich vielfältig und hat viel mehr zu bieten, als wir vor unserer Reise gedacht hätten. Besonders die historische Altstadt mit ihren bunten Straßen, kleinen Cafés, Restaurants und kolonialen Gebäuden hat uns richtig gut gefallen.
Wir waren nur zwei Nächte in Bogotá und würden im Nachhinein definitiv empfehlen, mindestens drei bis vier Tageeinzuplanen. So habt ihr genügend Zeit, die Stadt entspannt kennenzulernen und nicht nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen.
Unsere Highlights in Bogotá:
- La Candelaria
- Plaza de Bolívar
- Catedral Primada de Colombia
- Plaza de Mercado La Concordia
- Monserrate
La Candelaria
Für uns war La Candelaria die schönste Gegend in Bogotá. Das historische Viertel ist bekannt für seine bunten Häuser, Street Art, kleinen Gassen, Cafés und Restaurants. Auch Einheimische haben uns diese Gegend für unseren Aufenthalt empfohlen. Natürlich sollte man auch hier, wie überall in einer Großstadt, auf seine Wertsachen achten und nachts nicht planlos durch unbekannte Gegenden laufen. Tagsüber haben wir uns hier aber sehr wohlgefühlt.
Wenn ihr zum ersten Mal in Bogotá seid, würden wir euch deshalb empfehlen, euch genau hier ein Hotel oder eine Unterkunft zu suchen.
Plaza de Bolívar
Die Plaza de Bolívar ist einer der bekanntesten Plätze Bogotás und liegt mitten im historischen Zentrum. Rund um den Platz befinden sich einige der wichtigsten Gebäude der Stadt. Hier bekommt ihr einen guten ersten Eindruck davon, wie Geschichte, Politik und das alltägliche Leben in Bogotá aufeinandertreffen.
Catedral Primada de Colombia
Direkt an der Plaza de Bolívar befindet sich die Catedral Primada de Colombia, die offiziell „Basílica Metropolitana de Bogotá y Primada de Colombia“ heißt. Sie gehört zu den wichtigsten historischen Kirchen der Stadt und prägt das Bild der Plaza de Bolívar.
Plaza de Mercado La Concordia
Wenn ihr in Bogotá nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten sehen möchtet, solltet ihr unbedingt einen Markt besuchen. Die Plaza de Mercado La Concordia ist ein traditioneller Markt in La Candelaria. Hier findet ihr Lebensmittel, Obst, typische Produkte und vieles mehr.
Unser persönlicher Tipp: Probiert euch durch das kolumbianische Obst! Es gibt dort Stände, an denen ihr euch verschiedene Früchte zusammenstellen lassen könnt. Gerade wenn ihr viele Früchte noch gar nicht kennt, ist das eine richtig schöne Möglichkeit, Kolumbien auch kulinarisch kennenzulernen.
Monserrate
Monserrate ist eines der Wahrzeichen von Bogotá und liegt mehr als 3.000 Meter über dem Meeresspiegel. Von oben habt ihr einen beeindruckenden Blick über die riesige Stadt. Ihr könnt entweder zu Fuß hinaufgehen oder die Bahn beziehungsweise Seilbahn nutzen. Wir haben uns für die entspanntere Variante entschieden.
Tipp: Denkt daran, dass Bogotá selbst bereits auf einer Höhe von rund 2.600 Metern liegt. Wenn ihr gerade erst angekommen seid, kann die zusätzliche Höhe auf Monserrate durchaus spürbar sein.
Die aktuellen Preise für die Hin- und Rückfahrt liegen 2026 je nach Wochentag bei etwa 35.000 COP; sonntags ist der Preis niedriger. Die offiziellen Preise können sich ändern, deshalb schaut vor eurem Besuch noch einmal auf der offiziellen Seite nach.
Von Bogotá in die Tatacoa-Wüste: Mit dem Bus nach Villavieja
Von Bogotá aus ging es für uns weiter Richtung Tatacoa-Wüste. Wir haben unseren Bus über Bookaway gebucht, ihr könnt Tickets je nach Verbindung aber auch direkt vor Ort kaufen. Unser Ziel war zunächst Neiva. Von dort ging es weiter nach Villavieja, dem Ausgangspunkt für einen Besuch der Tatacoa-Wüste. Und genau diese letzte Strecke war für uns schon ein kleines Abenteuer.
Von Neiva nach Villavieja fährt man mit sogenannten Collectivos beziehungsweise kleineren Fahrzeugen weiter. Die Fahrt kostet ungefähr 3 Euro pro Person, allerdings solltet ihr euch darauf einstellen, dass es nicht unbedingt die komfortabelste Fahrt wird. Wir saßen hinten ziemlich eng und teilweise quer im Fahrzeug – viel Platz ist also nicht unbedingt garantiert. Wenn ihr empfindlich seid oder viel Gepäck dabeihabt, solltet ihr euch darauf einstellen.
Tatacoa-Wüste: Eine der außergewöhnlichsten Landschaften Kolumbiens
Die Tatacoa-Wüste gehört für uns zu den Orten in Kolumbien, die man einmal gesehen haben sollte. Dabei ist sie streng genommen keine klassische Sandwüste, sondern eine trockene, stark erodierte Landschaft mit bizarren Felsformationen und trockenen Tälern. Besonders bekannt sind die roten und grauen Bereiche, die durch ihre Formen und Farben fast wie eine andere Welt wirken. Wir haben die Tatacoa-Wüste auf eigene Faust erkundet und sind von Villavieja aus mit einem Tuk-Tuk dorthin gefahren. Gerade dadurch konnten wir unser Tempo selbst bestimmen und die verschiedenen Landschaften in Ruhe anschauen.
Unsere Unterkunft in Villavieja Wir haben im Casa Menrique Desierto über Airbnb übernachtet und können die Unterkunft wirklich empfehlen. Die Gastgeber waren unglaublich herzlich und familiär. Außerdem könnt ihr dort direkt Informationen zu Touren und Unternehmungen bekommen. Ein weiterer Pluspunkt: Es gibt einen Pool. Und glaubt uns den werdet ihr zu schätzen wissen. In der Tatacoa-Wüste kann es tagsüber unglaublich heiß werden und nach einer Erkundung der Wüste war eine Abkühlung im Pool genau das, was wir gebraucht haben.
Tatacoa-Wüste bei Nacht: Sterne, Observatorium & Kino unter freiem Himmel
Die Tatacoa-Wüste ist nicht nur tagsüber interessant. Durch die geringe Lichtverschmutzung eignet sich die Region besonders gut zur Beobachtung des Nachthimmels. In der Umgebung gibt es astronomische Angebote und ein Observatorium, bei denen ihr mehr über Sterne und das Universum erfahren könnt. Die Region gilt auch wissenschaftlich als interessanter Standort für astronomische Beobachtungen.
Aber unser persönliches Highlight war etwas ganz anderes: Kino unter dem Sternenhimmel Wenn ihr in der Tatacoa-Wüste seid, solltet ihr unbedingt nach einem Kino unter freiem Himmel schauen. Für uns war das eine der romantischsten und außergewöhnlichsten Erfahrungen der gesamten Kolumbien-Reise. Mitten in dieser besonderen Landschaft unter dem Sternenhimmel einen Film zu schauen. dass ist einfach etwas komplett anderes als ein normaler Kinobesuch. Für uns definitiv ein Geheimtipp und eines unserer Highlights in der Tatacoa-Wüste.
Valle de Cocora in Kolumbien: Lohnt sich der Besuch wirklich?
Ein Ausflug ins Valle de Cocora gehört für viele zu den absoluten Must-dos einer Kolumbien-Reise. Auch wir wollten uns die berühmten Wachspalmen natürlich nicht entgehen lassen und haben den Ausflug von unserer Unterkunft aus auf eigene Faust gemacht. Das Valle de Cocora ist vor allem für seine beeindruckenden Wachspalmen bekannt, die teilweise mehrere Dutzend Meter hoch werden und die Landschaft rund um das Tal prägen. Schon die Fahrt dorthin ist wunderschön und auch der Park selbst ist definitiv ein besonderer Ort. Es gibt verschiedene Wege und zahlreiche Stellen, an denen man die berühmte Landschaft mit den riesigen Palmen fotografieren kann. Einen Eintritt müsst ihr dafür ebenfalls einplanen. Trotzdem möchten wir euch hier unsere ganz persönliche Meinung mitgeben: Für uns war das Valle de Cocora kein absolutes Highlight unserer Kolumbien-Reise. Wir fanden die Landschaft schön und sind auch froh, dass wir dort waren, aber dieses besondere Gefühl, das wir an vielen anderen Orten in Kolumbien hatten, ist bei uns nicht aufgekommen. Irgendwie hat es sich für uns weniger natürlich angefühlt, als wir es vorher erwartet hatten. Auch Salento selbst fanden wir zwar süß und sehenswert, aber einen wirklichen Wow-Moment hatten wir auch hier nicht.
Deshalb würden wir sagen: Wenn ihr genügend Zeit habt, solltet ihr das Valle de Cocora natürlich einmal selbst erleben, gerade wenn ihr die riesigen Wachspalmen schon immer sehen wolltet. Wenn eure Zeit in Kolumbien allerdings begrenzt ist, würden wir persönlich andere Orte höher priorisieren.
Und genau das ist uns bei unseren Reiseberichten wichtig: Wir möchten euch nicht nur erzählen, was laut Reiseführer unbedingt auf die Liste gehört, sondern auch, was uns persönlich wirklich begeistert hat und was für uns eher „schön, aber kein Muss“ war.
Medellín: Sehenswürdigkeiten, Tipps und unsere Erfahrungen
Etwas, das wir in Medellín ebenfalls unbedingt ausprobieren wollten, war Salsa. In der Stadt gibt es verschiedene Möglichkeiten, Salsa zu lernen oder einfach gemeinsam mit Einheimischen zu tanzen. Wir haben eine kostenlose Salsa-Möglichkeit in der Nähe unserer Unterkunft entdeckt und fanden es richtig schön, einfach mitzumachen. Ihr müsst dafür absolut keine Tanzerfahrung haben. Gerade wenn ihr noch nie Salsa getanzt habt, macht es Spaß, sich einfach darauf einzulassen. Und eigentlich gehört genau das für uns zu einer Reise nach Kolumbien dazu: nicht nur Sehenswürdigkeiten anschauen, sondern auch ein bisschen von der Kultur und Lebensfreude des Landes erleben.
Salsa tanzen in Medellín: Kolumbianische Lebensfreude erleben
Nach der Kaffee-Region ging es für uns weiter nach Medellín und rückblickend hätten wir hier definitiv mehr Zeit einplanen sollen. Mindestens fünf Tage würden wir empfehlen, wenn ihr die Stadt wirklich kennenlernen und zusätzlich noch einen Ausflug in die Umgebung machen möchtet.
Medellín hat uns vor allem durch seine Energie überrascht. Die Stadt ist modern, lebendig und gleichzeitig stark von ihrer Geschichte geprägt. Besonders spannend fanden wir, wie sehr sich Medellín in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Heute gibt es unzählige Restaurants, Cafés, Bars, Parks und kulturelle Angebote und gerade deshalb lohnt es sich, nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sondern auch einfach einmal durch die verschiedenen Viertel zu schlendern.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Medellín
- Comuna 13
- Metrocable
- Plaza Botero
- Museo de Antioquia
- Pueblito Paisa
- Parque Arví
- El Poblado
- Laureles
Comuna 13
Unser persönliches Highlight in Medellín war ganz klar die Comuna 13. Das Viertel hat eine bewegte Vergangenheit und war früher für Gewalt und Kriminalität bekannt. Heute ist es vor allem für seine farbenfrohe Street Art, Musik, Tanz, Rolltreppen und die vielen kleinen Geschäfte bekannt. Wir fanden es unglaublich interessant zu sehen, wie sich dieser Stadtteil entwickelt hat und wie viel Energie heute dort herrscht. Überall gibt es Kunst, Musik und Menschen, die ihre Geschichten erzählen. Gerade deshalb würden wir euch empfehlen, euch für die Comuna 13 etwas Zeit zu nehmen und nicht einfach nur kurz für ein paar Fotos vorbeizuschauen.
Metrocable
Eine Fahrt mit dem Metrocable gehört für uns ebenfalls zu einem Besuch in Medellín dazu. Die Seilbahnen verbinden verschiedene Stadtteile mit dem Zentrum und sind gleichzeitig eine tolle Möglichkeit, die Stadt von oben zu sehen. Während der Fahrt bekommt ihr einen ganz anderen Eindruck von Medellín und könnt beobachten, wie sich die Stadt an den Berghängen entlangzieht. Gerade weil Medellín von Bergen umgeben ist, ist die Aussicht wirklich beeindruckend.
Plaza Botero und Museo de Antioquia
Im Zentrum von Medellín befindet sich die Plaza Botero mit den bekannten Skulpturen des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero. Die überdimensionalen Figuren stehen mitten auf dem Platz und gehören zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt. Direkt in der Nähe befindet sich außerdem das Museo de Antioquia, in dem ihr weitere Werke von Botero sowie zahlreiche andere Kunstwerke entdecken könnt.
Pueblito Paisa
Das Pueblito Paisa ist eine kleine Nachbildung eines traditionellen Dorfes aus der Region Antioquia. Besonders interessant ist der Ort wegen seiner Aussicht über Medellín. Wenn ihr ohnehin gerne Aussichtspunkte besucht, könnt ihr den Besuch gut mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Stadt verbinden.
Parque Arví
Etwas außerhalb des eigentlichen Stadtzentrums liegt der Parque Arví, ein großes Naturgebiet in den Bergen rund um Medellín. Schon die Fahrt dorthin mit dem Metrocable ist ein Erlebnis, da ihr währenddessen immer weiter aus der Stadt heraus und in die Natur fahrt.
Wenn ihr nach dem Trubel von Medellín etwas Ruhe und Natur sucht, ist das eine schöne Abwechslung.
El Poblado
El Poblado ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Viertel Medellíns und bei vielen Reisenden besonders beliebt. Hier findet ihr unzählige Restaurants, Cafés, Bars und Unterkünfte. Wir fanden die Gegend schön, allerdings ist sie auch deutlich touristischer als andere Teile der Stadt.
Laureles
Wenn ihr uns fragt, wo man in Medellín am besten übernachten sollte, würden wir uns unbedingt auch Laurelesanschauen. Wir fanden das Viertel richtig angenehm und würden es persönlich sogar El Poblado vorziehen. Es gibt viele gute Restaurants und Cafés, die Gegend ist schön zum Spazieren und die Lage eignet sich super, um Medellín zu erkunden.
Für uns war Laureles deshalb die perfekte Kombination aus guter Lage, Restaurants und einem angenehmen Umfeld.
Guatapé ab Medellín: Tagesausflug zum Piedra del Peñol
Von Medellín aus bietet sich ein Ausflug nach Guatapé an. Der kleine Ort ist vor allem für seine bunten Häuser, die typischen Zócalos und den berühmten Piedra del Peñol bekannt. Für uns reicht dafür ein Tagesausflug vollkommen aus. Wenn ihr es entspannter angehen möchtet, könnt ihr natürlich auch eine Nacht in Guatapé verbringen. Wir haben unsere Bustickets direkt am Busbahnhof in Medellín gekauft. Unser Tipp: Wenn ihr schon wisst, wann ihr wieder zurückfahren möchtet, kauft direkt das Hin- und Rückticket. So müsst ihr euch vor Ort keine Gedanken mehr um die Rückfahrt machen.
Guatapé
Guatapé selbst ist wirklich süß. Die kleinen bunten Häuser und die vielen unterschiedlichen Fassaden machen den Ort zu einem der fotogensten Orte in der Umgebung von Medellín.
Piedra del Peñol
Der Piedra del Peñol ist der riesige Granitfelsen direkt bei Guatapé. Wer möchte, kann die zahlreichen Stufen bis nach oben steigen und wird dort mit einem beeindruckenden Blick über die umliegende Landschaft und den Stausee belohnt. Wir selbst sind nicht hochgegangen, aber natürlich gehört der Felsen zu den bekanntesten Erlebnissen rund um Guatapé. Wer es noch besonderer möchte, kann die Region außerdem bei einem Helikopterflug von oben erleben.
Palomino: Strand, Hippie-Vibe und unsere ehrliche Erfahrung
Nach Medellín ging es für uns weiter a die Karibikküste nach Palomino. Palomino ist ein kleiner Ort mit einem sehr besonderen Backpacker und Hippie-Vibe. Die Hauptstraße ist voll mit Restaurants, kleinen Geschäften, Hostels, Cafés und Bars und gerade deshalb ist der Ort bei Reisenden sehr beliebt. Wir hatten hier allerdings einen ganz besonderen Vergleich, weil wir vier Nächte in einem Resort direkt am Strand und anschließend vier Nächte mitten im Dorf in einem Hostel verbracht haben. Und genau dadurch konnten wir beide Seiten kennenlernen. Unsere ehrliche Meinung: Ohne das Resort hätte uns Palomino wahrscheinlich nicht so gut gefallen. Das Meer ist dort teilweise sehr unruhig und deshalb ist Palomino für uns nicht unbedingt der Ort, an dem wir einen klassischen Badeurlaub verbringen würden. Dazu kommen die teilweise hohen Preise im touristischen Zentrum und die häufigen Stromausfälle.
Wenn ihr allerdings eine schöne Unterkunft direkt am Strand findet und einfach ein paar Tage entspannen möchtet, kann Palomino richtig schön sein.
Aite Eco Resort in Palomino: Unsere Unterkunft direkt am Strand
Wir waren im Aite Eco Resort und hatten dort eine Kooperation. Trotzdem möchten wir ausdrücklich sagen, dass wir die Unterkunft auch unabhängig davon selbst gebucht hätten. Für uns war das Resort einer der schönsten Aufenthalte unserer gesamten Kolumbien-Reise. Die Anlage liegt direkt am Strand und ist gleichzeitig so gestaltet, dass man komplett zur Ruhe kommen kann. Ihr könnt hier einfach am Meer entspannen oder verschiedene Aktivitäten buchen. Besonders schön fanden wir die Möglichkeit, Massagen direkt am Strand zu bekommen. Während der Massage das Meeresrauschen zu hören, war einfach unglaublich entspannend. Fabio meinte sogar, dass es die beste Massage seines Lebens war. Außerdem könnt ihr dort Yoga machen, reiten gehen oder einfach einen entspannten Tag am Strand verbringen. Auch das Restaurant des Resorts hat uns richtig gut gefallen. Das Essen war sehr lecker und die Portionen waren so groß, dass ein Gericht teilweise sogar für uns beide gereicht hat. Preislich fanden wir es dabei nicht teurer als viele Restaurants im Dorf.
Palomino Dorf: Was ihr vor eurem Besuch wissen solltet
Das Dorf selbst ist sehr touristisch geprägt. Die Hauptstraße zieht sich durch den Ort und dort findet ihr eigentlich alles, was man als Reisender braucht. Allerdings solltet ihr euch auf regelmäßige Stromausfälle einstellen. Deshalb würden wir bei Restaurants darauf achten, dass sie einen Generator haben. Gerade wenn ihr etwas essen möchtet und plötzlich der Strom ausfällt, ist das sonst nicht unbedingt die angenehmste Erfahrung. Preislich fanden wir viele Restaurants im touristischen Bereich überraschend teuer. Wenn ihr etwas günstiger essen möchtet, lohnt es sich, nach Restaurants zu suchen, die hauptsächlich von Einheimischen besucht werden. Dort haben wir beispielsweise Tagesmenüs für ungefähr 4 Euro bekommen. Leider hatte ich während unseres Aufenthalts auch eine Lebensmittelvergiftung, weshalb wir beim Essen anschließend noch vorsichtiger waren. Auch beim Strand solltet ihr eure Erwartungen etwas anpassen: Das Meer in Palomino kann sehr unruhig sein. Für entspanntes Baden ist es deshalb nicht immer geeignet. Vom Resort aus könnt ihr ungefähr fünf Minuten mit dem Tuk-Tuk ins Dorf fahren. Zu Fuß ist es zwar ebenfalls möglich, aber der Weg am Strand entlang ist nicht überall einfach und teilweise eher abenteuerlich. Wenn ihr sehen möchtet, was wir damit meinen, schaut unbedingt auch in unserem Instagram-Highlight zu Palominovorbei.
Dogshelter Café Palomino: Unser besonderer Geheimtipp
Eine Sache möchten wir euch in Palomino aber wirklich ans Herz legen: das Dogshelter Café.
Dahinter steckt eine Organisation, die sich um Straßenhunde kümmert und unter anderem Kastrationen unterstützt. Ihr könnt dort beispielsweise an einem Spaziergang mit den Hunden teilnehmen. Das Geld kommt anschließend der Tierschutzarbeit zugute. Wir fanden das unglaublich süß und gleichzeitig schön, weil man damit direkt etwas Gutes unterstützt. Für uns war das deshalb nicht nur irgendeine Aktivität, sondern ein kleines Erlebnis, das uns besonders in Erinnerung geblieben ist.
Cartagena: Sehenswürdigkeiten und unsere Erfahrungen
Die Islas del Rosario liegen vor der Küste Cartagenas und können sowohl bei einem Tagesausflug als auch mit einer Übernachtung besucht werden. Wir haben uns für die Übernachtung entschieden und zwei Nächte auf einer der Inseln verbracht. Und wenn ihr uns fragt, würden wir diese Variante auch eher empfehlen. Der Grund ist ganz einfach: Die meisten Tagesausflügler kommen gegen Mittag auf den Inseln an und fahren am Nachmittag wieder zurück nach Cartagena. Wenn ihr dort übernachtet, habt ihr die Insel am späten Nachmittag und am Abend fast für euch. Genau das haben wir erlebt. In unserer Unterkunft gab es nur sechs Zimmer, von denen während unseres Aufenthalts gerade einmal zwei belegt waren. Zwischen ungefähr 12 und 13:30 Uhr waren zwar einige Tagesgäste auf der Insel, danach wurde es plötzlich unglaublich ruhig. Und genau diese Ruhe war für uns das Besondere.
Islas del Rosario: Tagesausflug oder mehrere Nächte?
Unsere letzte Station in Kolumbien war Cartagena. Die Stadt gehört zu den bekanntesten Reisezielen des Landes und ist gleichzeitig wahrscheinlich einer der touristischsten Orte, die wir in Kolumbien besucht haben. Besonders bekannt ist Cartagena für die historische Altstadt mit ihren bunten Häusern, kolonialen Gebäuden und der alten Stadtmauer. Dazu kommen das lebendige Viertel Getsemaní, zahlreiche Restaurants und die Nähe zu den karibischen Inseln. Leider konnten wir Cartagena aufgrund meiner Gesundheit nicht so erkunden, wie wir es eigentlich geplant hatten.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Cartagena
- Ciudad Amurallada
- Getsemaní
- Plaza de los Coches
- Torre del Reloj
- Castillo San Felipe de Barajas
- Las Bóvedas
- Plaza Santo Domingo
- Islas del Rosario
Ciudad Amurallada
Die ummauerte Altstadt ist das Herz von Cartagena. Hier findet ihr die berühmten bunten Häuser, kleine Gassen, Innenhöfe, Restaurants und viele historische Gebäude.
Getsemaní
Getsemaní liegt direkt außerhalb der alten Stadtmauer und ist bekannt für seine Street Art, bunten Straßen und das lebendige Nachtleben.
Castillo San Felipe de Barajas
Die Festung gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Cartagenas und liegt etwas außerhalb der historischen Altstadt. Von hier bekommt ihr außerdem einen guten Blick über die Stadt. Da wir während unseres Aufenthalts krank waren, haben wir leider nicht alle diese Orte selbst besucht und möchten euch deshalb lieber keine persönliche Erfahrung vorspielen, die wir nicht gemacht haben. Unser persönliches Highlight in Cartagena waren stattdessen die Rosario-Inseln.
Coralina Island: Unsere Erfahrung auf den Rosario-Inseln
Wir haben im Coralina Island übernachtet und hatten dort ebenfalls eine Kooperation. Die Idee hinter der Unterkunft fanden wir wirklich schön und allein die Lage mitten im karibischen Wasser war natürlich etwas Besonderes. Trotzdem möchten wir auch hier ehrlich sein: Wir persönlich fanden die Unterkunft für den Preis zu teuer. Das Erlebnis, eine fast leere Insel am Nachmittag und Abend zu haben, war wunderschön. Für das, was die Unterkunft kostet, würden wir uns beim nächsten Mal allerdings nach einer anderen Möglichkeit umsehen. Wenn ihr die Rosario-Inseln besuchen möchtet, würden wir trotzdem empfehlen, mindestens zwei Nächte zu bleiben und die verschiedenen Unterkünfte miteinander zu vergleich
Unser Fazit zu Kolumbien
Kolumbien hat uns auf unserer Reise wirklich überrascht. Wir wussten vorher nicht genau, was uns erwartet, und am Ende haben wir das Land vor allem wegen seiner unglaublichen Vielfalt und der Herzlichkeit der Menschen so positiv in Erinnerung behalten. Von Großstädten wie Bogotá und Medellín über die Tatacoa-Wüste und die grünen Landschaften rund um Salento bis hin zur Karibikküste, jeder Teil des Landes hat sich wieder komplett anders angefühlt. Besonders die Menschen sind uns dabei im Gedächtnis geblieben. Wir wurden immer wieder freundlich empfangen und hatten viele Begegnungen, die unsere Reise noch besonderer gemacht haben. Auch wenn nicht jeder Ort für uns persönlich ein Highlight war, würden wir Kolumbien definitiv wieder bereisen. Es ist ein unglaublich vielfältiges Land, das uns mehr als einmal überrascht hat und uns vor allem durch seine Menschen, seine Landschaften und seine besondere Atmosphäre in Erinnerung bleiben wird.

Wir sind Laura & Fabio.
Wir haben unser Leben verändert, um die Welt zu sehen.
Jetzt sind wir unterwegs und nehmen euch mit.
Unser Motto: Einfach machen.

























